Wenn Sie remote für ein Unternehmen außerhalb Europas arbeiten, benötigen Sie keine klassische Arbeitserlaubnis, um dort zu leben — aber Sie brauchen ein spezielles Remote-Work- oder „Digital Nomad“-Visum, eine relativ neue und sich noch entwickelnde Kategorie.
Welche Länder es anbieten
Portugal, Spanien, Kroatien, Griechenland und Estland gehören zu den europäischen Ländern mit einem eigenen Remote-Work-Visum, das es jeweils erlaubt, vor Ort zu leben, während man für einen ausländischen Arbeitgeber oder als Freelancer mit ausländischen Kunden arbeitet — meist für ein bis zwei Jahre, oft verlängerbar.
Typische Einkommensanforderungen
Die meisten dieser Visa erfordern den Nachweis eines stabilen monatlichen Einkommens über einer festgelegten Schwelle (meist das Zwei- bis Vierfache des lokalen Mindestlohns), belegt durch aktuelle Kontoauszüge und einen Arbeits- oder Freelance-Vertrag. Manche verlangen zudem eine private Krankenversicherung und einen Unterkunftsnachweis vor der Genehmigung.
Wie es sich von einer regulären Arbeitserlaubnis unterscheidet
- Sie sind nicht bei einem Unternehmen im Land angestellt, daher gibt es keinen lokalen Arbeitgeber, der Ihre Genehmigung sponsert.
- Sie dürfen unter den meisten Bedingungen dieses Visums in der Regel keine lokalen Kunden oder eine lokale Stelle annehmen.
- Steuerresidenzregeln können kompliziert werden — Sie können nach sechs Monaten steuerlich im Gastland ansässig werden, selbst wenn Sie anderswo angestellt sind.
Ist das die richtige Wahl für Sie?
Dieser Weg funktioniert nur, wenn Ihr aktueller Job oder Ihr Freelance-Einkommen wirklich standortunabhängig ist. Wenn Sie direkt von einem europäischen Unternehmen angestellt werden möchten, sind die regulären, an anderer Stelle auf dieser Seite behandelten Arbeitsvisa-Wege der passende Weg.